Kontakt

Ansprechpartner: Michael Götze
c/o Geschichtslabor Sehlis
An der Schmiede 4, 04425 Taucha, OT Sehlis
Tel.: 0157 – 7156 1976
E-Mail: goetze (at) jpberlin (dot) de
Web: http://www.kleinzacheles.net

Lokale Partner

Werkstatt für nachhaltiges Leben und Arbeiten e.V.
Interessengemeinschaft Sehlis e.V.

Institutionelle Partner

Naturkundemuseum Leipzig
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Blog zur Entwicklung der Chronik

http://sehliser-digitale-chronik.blogspot.de

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Die Sehliser Digitale Chronik

Die „Sehliser Digitale Chronik“ ist ein Digitales Archiv der Sehliserinnen und Sehliser. Sie versammelt Zeugnisse aus der mehr als 750jährigen Geschichte des Dorfes: Fotografien, Postkarten, Urkunden, Briefe und Film- und Tonaufnahmen sowohl aus privater Hand als auch aus öffentlichen Archiven, Bibliotheken und Museen – und stellt diese zentral im Internet bereit.
Besitzstempel.jpg Gestaltet wird die Digitale Chronik von den Sehliserinnen und Sehlisern selbst: Die Zeugnisse der eigenen Geschichte sind nicht mehr in Schränken oder auf Dachböden versteckt, sondern sind in der Chronik zentral im Internet zugänglich. Ergänzt und angereichert werden die Zeugnisse mit den Beschreibungen und Geschichten der Einwohner – Wissen, das sonst oft leicht verloren geht.
Nicht nur im Internet lädt die Chronik zum Austausch ein, sondern auch in der realen Welt: Auf Themenabenden, bei Projektwochen mit Kindern und Jugendlichen und für Workshops zur Lokal- und Regionalgeschichte bietet sie Inhalte und Anknüpfungspunkte für geschichtlich Interessierte.

Open Source und nachhaltige Datensicherung

Technologisch basiert die Digitale Chronik auf der frei verfügbaren, web-basierten „CollectiveAccess“-Software, die die dezentrale web-basierte Zusammenarbeit von Laien und Experten erlaubt. Die Nutzung gängiger Standards ermöglicht die Nachnutzung und Verlinkung der Inhalte, wie z.B. durch überregionale und europäische Kulturerbe-Portale wie die Deutsche Digitale Bibliothek oder die Europeana. Die nachhaltige und langfristige Sicherung der Daten ist ein wichtiges Ziel, wofür ein institutioneller Partner aus dem Museums- oder Archivbereich gefunden werden soll.

Sehlis – ein Dorf östlich von Leipzig

Besitzstempel.jpg Sehlis ist ein kleines Dorf mit einigen Hundert Einwohnern östlich von Leipzig, in der Endmoränenlandschaft südlich von Taucha an der Parthe gelegen. Wahrscheinlich im 13. Jahrhundert entstanden, war Sehlis vorwiegend landwirtschaftlich geprägt und wurde von Ereignissen wie dem 30jährigen Krieg und der Völkerschlacht bei Leipzig berührt. Überregional bekannt wurde Sehlis im Jahre 1912: In den Abendstunden des 12. Mai zerstörte eine Windhose große Teile des Dorfes, wobei zum Glück niemand ernsthaft verletzt wurde. In den folgenden Wochen lockten die Zerstörungen Tausende von Schaulustigen an und selbst der Kaiser stattete dem Ort einen Besuch ab. In der DDR spielte die LPG als größter Arbeitgeber auch für das gesellschaftliche Leben eine große Rolle.

Entwicklung der Chronik I: Die Windhose von 1912

Die digitale Chronik soll Schritt für Schritt gemeinsam von und mit den Sehlisern entwickelt werden. Den Grundstein legen Zeugnisse zur Sturmkatastrophe im Jahre 1912 und die Ortschronik von 1950. Zur „Windhose“ von 1912 sind zahlreiche Fotos und Postkarten verfügbar, die v.a. die zerstörten Höfe und Gebäude oftmals zusammen mit deren Bewohnern zeigen. Die Ortschronik von 1950 fasst die Sehliser Geschichte aus der Sicht des Schullehrers zusammen und bietet interessante Materialien zur Dorfentwicklung und Anknüpfungspunkte für vertiefende Betrachtungen.

Entwicklung der Chronik II: Schule, Kirche, LPG

In nächsten Schritten sollen weitere Zeugnisse der Dorfbewohner gesichtet, digitalisiert und zugänglich gemacht werden. Zur stärkeren inhaltlichen Aus-einandersetzung und Recherche z.B. für Themenabende oder die Projektarbeit mit Schulklassen bietet sich die Sehliser Schulgeschichte (1618-1965), die der LPG oder die des Tonschachts an. Hier sind Recherchen in regionalen Archiven und Museen sowie Gespräche mit Zeitzeugen wichtige Bausteine.

Art und Umfang der historischen Zeugnisse

Eine erste Bestandsaufnahme ergab, dass neben Fotos und Postkarten zur Windhose von 1912 (ca. 50 Einzelobjekte) auch Fotografien, Dokumente, Urkunden u.ä. aus der Zeit nach 1945 und lokale Filmaufnahmen vom Dorfleben in den 1950er und 1960er Jahren vorhanden sind. Daneben wurden im März 2012 Videointerviews mit Einheimischen geführt, die sich ggf. für die Chronik eignen. In lokalen und regionalen Institutionen wie dem Heimatmuseum Taucha oder dem Naturkundemuseum Leipzig sowie über die regionalen Heimatvereine sind weitere Objekte zugänglich.

Finanzierung

Die „Digitale Chronik Sehlis“ ist so angelegt, dass sie sukzessive und mit unterschiedlich hohem Aufwand entwickelt und unterhalten werden kann. Die Kosten für die Startphase mit dem Schwerpunkt der Windhose von 1912 sollen über Werbung, Patenschaften sowie über das Mittel des Crowd-Funding eingeworben werden.

Konzeption und technische Umsetzung

Konzeption und technische Umsetzung werden von Michael Götze vom Geschichtslabor Sehlis übernommen.

Zeitlicher Rahmen

  • April-Mai 2012: Konzeption und Umsetzung: „Sehliser Digitale Chronik – die Windhose von 1912“
  • Mai-September 2012: Digitalisierung und Aufbereitung weiterer Zeugnisse; Vorstellung der Chronik in der Region; Konzeption von Projektbausteinen mit lokalen Partnern
  • Oktober 2012: Bereitstellung der Objekte für die Europeana und die Deutsche Digitale Bibliothek

Weitere Informationen

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